Wahlwerbung 2011 unter dem Neuromarketing-Brennglas

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Die Bremer Markenagentur red pepper wird in den kommenden Wochen die Plakatwerbung für die Wahlen im Superwahljahr 2011 aus der Perspektive des Neuromarketings unter die Lupe nehmen – erstmals mithilfe einer neuartigen Analysemethode.

Vor fast zwei Wochen wurde mit der Bürgerschaftswahl in Hamburg das Superwahljahr 2011 eröffnet. Im März folgen die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Der Wahlkampf in diesen Bundesländern läuft bereits auf Hochtouren. Die Parteien versuchen, mit ihren Wahlkampagnen die Aufmerksamkeit der Bürger auf sich zu ziehen und ihr Image ins rechte Licht zu rücken.

Die Wahrnehmung der Parteien wird dabei zu einem großen Teil durch Wahlplakate bestimmt. Sie prägen das Straßenbild so sehr, dass sich kaum einer davor verschließen kann, sie zumindest unbewusst wahrzunehmen. Doch welche impliziten Botschaften senden die Wahlplakate aus? Welche unbewussten Motive und Emotionen werden bei den potentiellen Wählern angesprochen?

Das red-pepper-Team rund um den Diplom-Psychologen und Neuromarketing-Experten Thomas Loest nutzt nun erstmals ein neu entwickeltes Analysetool, um die implizite Wirkung der Wahlwerbung der Parteien zu untersuchen. Das Tool basiert auf den neuesten Erkenntnissen aus dem Neuromarketing. Für die Analyse wird zusätzlich eine umfangreiche empirische Erhebung durchgeführt, bei der den Probanden die jeweiligen Wahlplakate präsentiert werden und die emotionale Wirkung der Anzeigen auf die Testteilnehmer erfasst wird.

Dipl.-Psychologe Thomas Loest (34) erklärt hierzu: "Neuromarketing beschäftigt sich mit den unbewussten Reaktionen auf äußere Werbe-Stimuli. Als Kunden oder Konsumenten nehmen wir viele Signale - wir sprechen dabei von 'Codes' - die uns eine Werbung, ein Plakat, eine Verpackung oder ein Produkt sendet, nur unbewusst wahr. Doch gerade diese implizite Codierung lenkt unsere Entscheidung weit stärker, als unsere rationalen Überlegungen. Mit unserem neuen Tool messen wir, welche impliziten Motive in den Köpfen der Konsumenten bzw. Wähler angesprochen werden.“

Gemeinsam mit dem Diplom-Künstler und Neurodesign-Experten Erik Wankerl (36) sowie dem Senior-Copywriter und Politologen (UK) Stefan Jan Brede (41), die auch bei red pepper zusammenarbeiten, wird Loest die Ergebnisse des Analysetools aufarbeiten und ihren Expertenmeinungen gegenüberstellen. Die erste Analyse wird vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durchgeführt und ca. 14 Tage vor der Wahl hier veröffentlicht. Es folgen Bremen (22. Mai), Mecklenburg-Vorpommern (04. September) und Berlin (18. September).

 

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